Dienstag, 20. September 2016

[Babyschnack] Unser Start in die Beikost

Schande über mein Haupt, von einem Babyschnack zum nächsten ohne irgendwas dazwischen...
Dabei schulde ich euch noch zwei Kleider für Hochzeitsgäste, habe ein Dessertrezept und einen Produkttest und die Anleitung für ein Hochzeitsgeschenk fertig fotografiert.
Mal gucken wann ihr das dann bekommt, heute geht es erstmal um unseren Beikoststart.


Am 12. Juli habe ich es zum ersten Mal versucht, ganz klassisch mit selbst gekochtem Möhrenbrei.
Moritz war da 5 Monate und 10 Tage alt und begann damit Interesse zu zeigen, ich war mir sehr, sehr unsicher wegen dem Alter, denn korrigiert war er erst 3,5 Monate alt und jeder sagte etwas anderes ob nach korrigiertem oder tatsächlichen Alter gehen.
Mir erschien dann aber die Aussage am schlüssigsten das tatsächliche Alter zu nehmen da der Magen-Darm-Trakt ja auch schon so lange verdauen muss.
Er bekam also feierlich die ersten zwei Löffel, schaute uns ungläubig an und begann zu weinen.
Deutlicher hätte er es uns nicht zeigen können und wir pausierten gute 14 Tage.


In dieser 14 Tagen war es sehr warm und ich versuchte es immer mal mit Obst, da nuckelte er ganz gern dran, sein Favorit waren gelbe Pflaumen.
Melone fand er eklig.


Da ich immer etwas Angst vorm Verschlucken hatte bestellte ich ihm einen Fruchtsauger um ihn noch mehr Obst probieren zu lassen.
Die Kinderärztin war es die mich ermutigte ihm das Obst so in die Hand zu drücken, ist ja auch nichts verkehrtes dran, allerdings blieb ihn dann ein Stück Banane das er abgenagt hatte so doof im Hals stecken das mein Freund schon den Notruf gewählt hatte und ich ihm in der Not den Finger in den Hals steckte und er dann zum Glück das Stück (und einiges anderes) nach draußen beförderte.
Danach war ich wieder sehr, sehr vorsichtig und gab lieber den Fruchtsauger, allerdings war ihm da irgendwie die Lust auf Obst vergangen.
Fest stand, für BLW bin ich ein zu großer Schisser.


Aber zurück zum Brei, wir starteten also den nächsten Versuch mit meinen Möhrchen, immerhin hatte ich da 1,5kg eingefroren, mit und ohne Kartoffel.
Er fand es ganz interessant, wir kamen aber in über einer Woche nie über 1-2 Eiswürfelportönchen hinaus und oft verweigerte er komplett und wir pausierten nochmal.
Bis zur U5 wo dann die Kinderärztin meinte es würde Zeit.


Wir beschlossen den nächsten Versuch mit Pastinake zu starten und kauften ein kleines Gläschen von Alnatura, ich wollte nicht wieder Mengen vorkochen und hinterher würde es abgelehnt, außerdem gab es noch keine deutsche Bio Pastinake.
Er war mittlerweile knapp 7 Monate alt.
Und was soll ich sagen?!
Das Kind aß, die ersten Tage ein halbes Glas, dann ein Ganzes und nach einer guten Woche versuchten wir es mit Pastinake-Kartoffel und er aß pro Mahlzeit ca. 100g.
Dann versuchte ich Brokkoli-Kartoffel, denn es gab gerade deutschen Bio-Brokkoli und er fand es wirklich ekelhaft, verweigerte komplett und auch am nächsten Tag die Pastinake wurde nicht angerührt.


Am Tag darauf aß er aber wieder seine 100g und als es tags darauf gab es zum ersten Mal Fleisch (Pastinake-Kartoffel-Kalb) und zum ersten Mal verputzte er ein komplettes Gläschen.
Am nächsten Tag auch, obwohl kein Fleisch darin war.
Wir versuchten Kürbis und das schmeckte noch besser als Pastinake, der Bann schien gebrochen.
Nach einigen Tagen aß er wieder weniger und worauf er immer besteht ist seine Milch danach.
Die ist für ihn sowieso das wichtigste und so soll es ja auch sein, es ist ja Beikost, nicht Anstatt-Kost.
Trotzdem werde ich manchmal leicht panisch wenn ich sehe was andere Kinder in dem Alter verdrücken, das muss ich mir noch abgewöhnen.
Er ist ein guter Trinker und er isst ja mittlerweile auch was.
Ich muss zugeben ich freue mich darauf wenn er Zähnchen hat und alt genug für unser Essen ist, stelle ich mir einfacher vor und denke er isst dann auch besser.


Was er schon ab dem ersten Breiversuch bekommt ist Brötchen wenn wir frühstücken, Hirsekringel wenn wir etwas essen und komischerweise verschluckt er sich daran auch nicht und ich habe auch nicht solche Angst davor wie beim Obst.
Brötchen liebt er und beginnt schon zu sabbern wenn er die Tüte sieht, viel landet nicht im Magen aber es wird fleißig und mit Hingabe gelutscht.
Sobald es schmierig wird mag der feine Herr allerdings nicht mehr alleine halten.

Heute Abend wollen wir mit Abendbrei starten, ich habe dafür erstmal Beba Grieß gekauft, denn davon bekommt er auch die Pre und ich denke vielleicht ist das geschmacklich dann ganz lecker für ihn.
Dann würde ich gern die Alnatra Getreidebreie ausprobieren oder einen Zwieback-Bananenbrei, fand ich als Kind ja total lecker.
Allerdings lehnt er sämtliche Obstbreie ab, biete ihm da immer mal was zwischendurch an und ich glaube er denkt ich will ihn damit vergiften.

Momentan koche ich nicht selbst und fahre damit ganz gut, ich will erstmal gucken was er mag und von den doch kleinen Mengen her die er manchmal isst da lohnt es sich einfach nicht.
Außerdem ist er nach wie vor ein doch eher anstrengendes und forderndes Baby und oft komme ich selbst nicht vor abends zum Essen oder Duschen usw. und da finde ich es nicht verwerflich nicht zu kochen gerade Babynahrung wird ja auch echt streng kontrolliert und hat eine hohe Qualität.
Ich war ja vorher so Eine die nur selbst kochen wollte, jetzt bin ich froh das es Gläser gibt da er so mäkelig ist und ich achte immer darauf das da wirklich nur Gemüse, Fleisch usw. drin ist ohne Zusätze usw.
Ich freue mich einfach darauf wenn er bei uns mit essen kann.
Heute gibt es Kürbis-Kartoffel-Hühnchen und ich bin gespannt wie ihm das schmecken wird.

Wie der Beikoststart von Jascha lief könnt ihr bei Carmen lesen.

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